Medieninhalte finden: Individuell gewinnt

goetzpartners Studie: Kanal, Content, Personalisierung und Marke entscheiden über den Erfolg von Medieninhalten

Pressemitteilung

München, 17.03.2016 – Konsumenten in Deutschland sind einer regelrechten Content-Explosion ausgesetzt. 70 Prozent der Mediennutzer sind allerdings nicht vollständig zufrieden mit der Auffindbarkeit von Inhalten über alle Mediengattungen hinweg. Das zeigt die repräsentative Studie „Entertainment Unlimited“ des Beratungsunternehmens goetzpartners. Demnach hat das wachsende digitale Angebot zwar teils zu einer Kannibalisierung der Mediennutzung geführt – insbesondere bei Print-Titeln – insgesamt stieg aber die Mediennutzung von durchschnittlich 513 Minuten pro Tag im Jahr 2005 auf 625 Minuten für Internet, TV, Radio und Print. Damit Konsumenten passende Inhalte schneller und gezielter finden können, müssen Medienunternehmen laut Studie drei Erfolgsfaktoren berücksichtigen: Die richtige Kombination von Kanal und Content, Personalisierung sowie eine sprechende Marke sind die Schlüssel, um Medieninhalte erfolgreich zu monetarisieren.

goetzpartners Medien-Studie: XXL-Infografik

ZUR XXL-INFOGRAFIK

Die goetzpartners-Studie zeigt auf: 62 Prozent der Konsumenten steigen bevorzugt über eine zentrale Plattform in die Mediennutzung ein, statt über spezielle Seiten oder Anwendungen der einzelnen Anbieter. Marcus Worbs, Partner bei goetzpartners, erläutert: „Dies unterstreicht, wie wichtig eine Multi-Channel-Strategie für die Distribution von Medieninhalten ist und verdeutlicht gleichzeitig den starken Wettbewerb der Inhalte. Unternehmen müssen davon ausgehen, dass Kunden den angebotenen Content nicht immer direkt über die eigenen Verwertungskanäle finden. Viel häufiger suchen sie nach ihren inhaltlichen Präferenzen und werden auf verschiedenen Kanälen fündig. Eine Multi-Channel-Strategie hilft Unternehmen, das gesamte Nutzerpotenzial zu erreichen und Nutzer über die externen Quellen auf die eigenen Kanäle zu führen.“

Richtig kombiniert: Kanal und Content

Entscheidend ist aber auch die richtige Kombination von Kanal und Content; denn Nutzer haben klare Präferenzen, welchen Inhalt sie auf welchen Endgeräten bevorzugen. So sind zwar Wetter-Apps die am häufigsten installierte App auf allen Endgeräten (Smart-TV: 40 Prozent, Tablet-PC: 61 Prozent, Smartphone: 60 Prozent), danach folgen aber geräte-spezifische Präferenzen. Nachrichten-Apps schaffen es nur bei Smart-TV (36 Prozent) und Tablets (48 Prozent) unter die Top 3 der installierten Anwendungen. Spiele gehören bei den Mobilgeräten (Tablet: 55 Prozent, Smartphone 48 Prozent) zu den am häufigsten installierten Apps und Kommunikations-Apps sind nur bei Smartphones mit 53 Prozent unter den Top 3 zu finden. Um Inhalte erfolgreich in den verschiedenen Kanälen zu platzieren, sollten Medienunternehmen diese Vorlieben berücksichtigen.

Auskunftsbereitschaft nutzen: Personalisierung

Grundsätzlich ist laut der goetzpartners Studie eine Mehrheit der Nutzer auch bereit, Auskunft über persönliche Daten zu geben, um ein besser auf sie abgestimmtes Angebot zu erhalten. Nur 25 Prozent der Nutzer wollen gar keine persönlichen Informationen preisgeben, der überwiegende Rest knüpft dies an bestimmte Bedingungen. 46 Prozent geben Datenschutz und -sicherheit als Voraussetzung an, 31 Prozent wollen nicht, dass ihre Daten an Dritte weitergegeben werden und 21 Prozent wünschen sich einen zusätzlichen Nutzen als Gegenleistung. Medienunternehmen können diese prinzipielle Bereitschaft nutzen, um Inhaltsangebote auf verschiedenen Ebenen zu personalisieren: Personalisierte Content-Pakete, individuelle Empfehlungen oder eine personalisierte Navigation machen es den Nutzern leichter, wirklich relevante Inhalte für sie zu entdecken. Dadurch werden die Einnahmen des Anbieters gesteigert.

Klares Versprechen: Sprechende Marke

Um in der Masse des Contents nicht unterzugehen, ist zudem die Auffindbarkeit von entscheidender Wichtigkeit. Nutzer finden ihren bevorzugten Content über Volltextsuche (61 Prozent) und Genre-Kategorien (56 Prozent), informieren sich aber auch über Empfehlungen anderer Nutzer (35 Prozent) oder Empfehlungen auf Basis der vorherigen Nutzung. Redaktionelle Empfehlungen (19 Prozent) oder gar Newsletter (13 Prozent) fallen dagegen kaum ins Gewicht. Ein klares Branding des Verwertungskanals und des Contents mit deutlich erkennbarem Inhaltsversprechen ist deshalb ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Content-Vermarktung.

Leitmedium: Internet

Der Wandel der Mediennutzung in Deutschland bildet den Hintergrund dafür, dass Medienunternehmen ihr Augenmerk stärker auf die Auffindbarkeit ihrer Inhalte legen müssen. So hat sich laut der goetzpartners-Studie das Internet als Leitmedium etabliert: 95 Prozent der Befragten nutzen regelmäßig das Internet, frei empfangbares Fernsehen folgt mit 86 Prozent auf Platz 2. Videos, DVDs oder Blu-Rays sind ebenfalls beliebt, werden aber von 61 Prozent der Befragten unregelmäßig und nur von 21 Prozent regelmäßig verwendet. Bei der Generation Y (Konsumenten im Alter von 18 bis 34 Jahren) sind zudem Spielkonsolen (40 Prozent regelmäßige Nutzung) und Mobile-TV (18 Prozent regelmäßige Nutzung) weiter verbreitet als in der älteren Generation (14 beziehungsweise 9 Prozent regelmäßige Nutzung). Ein Generationswandel zeichnet sich auch bei den Zugangskanälen ab: Die Mehrheit der Konsumenten informiert sich heute noch über Programmzeitschriften (58 Prozent) und Videotext (37 Prozent) über Medieninhalte, bei der Generation Y gewinnen dagegen Online-Zugangskanäle an Bedeutung: Elektronischer Programm-Guide (33 Prozent), Internet-Programmzeitschriften (33 Prozent) und allgemeine Websites (31 Prozent), liegen bei ihnen fast gleichauf mit den Programmzeitschriften (35 Prozent). Zudem sind auch persönliche Empfehlungen (30 Prozent) für die Generation Y deutlich wichtiger als für die ältere Generation (15 Prozent).

Über die Studie „Entertainment Unlimited“

Für die Studie „Entertainment Unlimited“ führte goetzpartners im Herbst 2015 eine repräsentative Konsumentenbefragung unter 1.500 Internetnutzern durch und erhob Daten zu zentralen Fragen der TV-Nutzung: Von Endgeräten über Inhalte und Funktionen bis hin zu Geschäftsmodellen der TV-Anbieter.

Die vollständige Studie erhalten Sie hier.

Über goetzpartners: Beratung für Strategie, M&A und Transformation

goetzpartners steht für unabhängige Beratung entlang der Kernfragen unternehmerischen Handelns: Strategie, M&A und Transformation. Mit 300 Beratern in 12 Büros und 9 Ländern beraten wir Kunden weltweit in allen Schlüsselindustrien. Das Unternehmen zählt zu den 10 umsatzstärksten deutschen Beratungen (Lünendonk®). Im Wettbewerb „Best of Consulting“ führte goetzpartners in der Kategorie „Project Excellence“ (2014) und wurde in der Kategorie „M&A, Finanz- und Risikomanagement“ prämiert (2015).

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