Der deutsche Fernsehmarkt verliert den Anschluss

Analyse von goetzpartners auf den Audiovisual Media Days 2014

Die Nutzung von Video-on-Demand (VoD) und Over-the-Top (OTT) steigt in Deutschland rapide an. Daraus folgt ein tiefgreifender Strukturwandel für die TV Branche, wie ihn schon die Musikindustrie und die Verlagsbranche erlebt haben. Das ist das Fazit der goetzpartners Analyse, die auf den Audiovisual Media Days 2014 in München vorgestellt wurde.

Alexander Henschel, Managing Director bei goetzpartners und verantwortlich für die Medienbranche, zeigte die Erfolgsfaktoren und Anforderungen aus Konsumentensicht auf. Darüber hinaus skizzierte er mögliche Geschäftsmodelle und deren Potential.

Für Deutschland ist Henschel allerdings skeptisch: „Deutschland droht den Anschluss im Fernsehmarkt zu verlieren und hat gerade im schnell wachsenden OTT Markt den internationalen Playern kaum etwas entgegen zu setzen.“ Stattdessen zeichnet sich dieses Marktsegment in Deutschland durch fragmentierte Insellösungen der einzelnen Senderketten aus. Die Blockadehaltung deutscher Senderketten gegenüber internationalen Plattformen ist laut Henschel allerdings eine Sackgasse und fördert nicht die Überlebensfähigkeit. Denn: Die großen US amerikanischen Player wie Netflix drohen den deutschen und europäischen Markt einfach zu überrollen.

Zum VortraG "Erfolgreiche Business Modelle im digitalen Bewegtbilddschungel" auf den Audiovisual Media Days 2014