Unser gebündeltes Wissen
Unser gebündeltes Wissen

Studien

 

goetzpartners Studie: Kraftwerksinvestitionen in Deutschland – ein Pokerspiel

„Deutschland steigt aus“ wird als Gebot der Stunde proklamiert. Welche Folgen sich für die Energiewirtschaft speziell bei Neuinvestitionen in Deutschland ergeben, hat die Beratungsgesellschaft goetzpartners in ihrer aktuellen Studie untersucht. Wird der Atomausstieg in Deutschland beschlossen, entsteht bis 2025 zusammen mit der Abschaltung alter Kraftwerke eine Netto-Versorgungslücke von 34 Gigawatt. Wie diese Lücke rentabel zu schließen ist, können bewährte Methoden der Investitionsrechnung nicht mehr beantworten: mit der zunehmend volatilen Einspeisung erneuerbarer Energien fehlt den Energieversorgern eine gesicherte Kalkulationsgrundlage.

goetzpartners hat daher auf Basis der kapitalmarktorientierten Portfoliotheorie ein Modell entwickelt, welches die Rendite- und Risikokonstellationen des gesamten deutschen Kraftwerksportfolios für das Jahr 2025 simuliert. Das Ergebnis: Mit einem Investitionsmix aus Wind, Braunkohle und Erdgas sind zukünftig Eigenkapitalrenditen von bis zu 15 Prozent zu erzielen. Nimmt der Ausbau der erneuerbaren Energien weiter zu, so muss mit einem kompletten Umbruch des bisherigen Marktmodells gerechnet werden, da der heutige Preisbildungsmechanismus Neuinvestitionen unattraktiv macht. Anhand der klassischen Pokerspielregeln hat goetzpartners Handlungsoptionen für die Energieversorger abgeleitet, womit sie sich auch künftig erfolgreich im Markt positionieren können.