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IPTV - Fernsehen der Zukunft?

IPTV steht für „Fernsehen der Zukunft“ und eröffnet bestehenden und neuen Marktteilnehmern bedeutende Wachstumschancen im Medien- bzw. TV-Umfeld. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von goetzpartners, die die Rahmenbedingungen des IPTV analysiert, sich mit dem Mediennutzungsverhalten der Konsumenten auseinandersetzt und aus diesen Faktoren Erfolg versprechende Geschäftsmodelle für den IPTV-Markt ableitet.

IPTV ist der Trendbegriff für das Fernsehen der Zukunft und sorgt schon heute für viele Schlagzeilen. Es ist definiert als die zeitpunktunabhängige Übertragung von (interaktiven) Bewegtbildern über das Internetprotokoll. Dabei ist es unerheblich, welche Übertragungsinfrastruktur genutzt wird und auf welchem Endgerät die Inhalte dargestellt werden. Dominantes Nutzungsmedium wird jedoch der Fernseher sein.
IPTV hat bereits zu einigen Veränderungen und erhöhter Dynamik im Fernsehmarkt geführt. Viele neue Marktteilnehmer sind in den IPTV-Markt eingestiegen, wie z. B. Arcor und Alice sowie die Video-on-demand-Plattform maxdome. Darüber hinaus bedienen unzählige Spartensender (z.B. Pferdefernsehen.tv oder Literatur-TV.com) Zielgruppen mit speziell auf sie zugeschnittenen Inhalten. Auf Portalen wie YouTube oder MyVideo werden Zuschauer gleichermaßen zu Produzenten und stellen ihre „User Generated Video Contents“ ein. Jugendliche verbringen bei solchen Diensten teilweise mehr Zeit als vor dem klassischen Broadcast-TV.

Allein in Deutschland gibt es bereits etwa 500 IPTV-Angebote - mit stark steigender Tendenz. Laut Bundesverband Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) wird ein Wachstum auf bis zu 3.000 Angebote beziehungsweise Sender in den nächsten drei Jahren erwartet. Hong Kong, ein Markt mit rund 80% Breitbandpenetration (technische Voraussetzung für IPTV), zeigt auf, wohin sich der Markt entwickeln kann. Hier beziehen 60% der TV-Haushalte bereits ein IPTV-Angebot.
Auch wenn die Prognosen zur Entwicklung von IPTV weit auseinander liegen, haben sie einen gemeinsamen Nenner: IPTV wird wachsen. Die äußerst attraktiven Zusatzfunktionalitäten (Interaktivität und Individualisierbarkeit) sowie der Wegfall der Senderkapazitätsbeschränkung in der Satelliten- und Kabeldistribution des Fernsehsignals sprechen für ein Prosperieren dieser Technologie. goetzpartners geht davon aus, dass bis 2010 zwischen 6,1 und 10,8 Millionen Haushalte IPTV über offene und geschlossene Plattformen nutzen werden.
IPTV kann die TV-Landschaft und die Mediennutzung genauso revolutionieren wie Google das Internet und Skype die Telefonie. Die Adaptionsdauer wird kürzer als beim Internet oder Mobilfunk sein, da viele Nutzungsweisen denen des Internetsurfens entsprechen. Diese Studie untersucht die Richtigkeit dieser Thesen und stellt darüber hinaus Handlungsstrategien für bestehende und potentielle Marktteilnehmer entlang der gesamten Fernsehwertkette dar.