

Der Wandel zu Kommunikationsgesellschaft erfordert massive Investitionen in schnelle Datenautobahnen. Ein flächendeckender Ausbau der Glasfaserinfrastruktur würde Schätzungen zufolge bis 60 Milliarden Euro verschlingen. Ein solches Investitionsvolumen kann nur unter Einbindung einer Vielzahl von Partnern aufgebracht werden. Neben den Verteilnetzbetreibern verfügen dabei vor allem die Energieversorgungsunternehmen (EVU) aufgrund ihrer flächendeckenden Infrastrukturen über eine hervorragende Ausgangsposition, um sich diesen Markt als neue Erlösquelle zu erschließen.
Datenintensive Services wie Video-Conferencing, Online Games oder Cloud Computing haben das Datenvolumen im Internet explodieren lassen - in weniger als 20 Jahren wird 1 GBit/s Standard sein. Die Bundesregierung fordert in ihrer Breitbandinitiative, dass bis 2014 75 Prozent aller Haushalte mit einem Anschluss von mindestens 50 MBit/s versorgt sind. Treiber dieses Bandbreitenbedarfs sind die zunehmende Verbreitung von Videoanwendungen wie HDTV im Bereich Video-on-Demand und Online Gaming sowie datenintensive Anwendungen wie Video-Conferencing, Network Attached Storage und Cloud Computing. Die für diesen enormen zukünftigen Breitbandbedarf notwendigen Datenraten wird man langfristig nur über eine glasfaserbasierte Infrastruktur (Fibre-to-the-Home, Fibre-to-the-Building oder Hybrid Fibre Coax) zur Verfügung stellen können.
Die infrastrukturellen Voraussetzungen durch den spartenübergreifenden Ausbau der verschiedenen Netze bieten für Energieversorger die ideale Ausgangsposition für ein Engagement im Glasfaserausbau, zumal zahlreiche EVU bereits in der Vergangenheit Erfahrungen in der Telekommunikationsbranche gesammelt haben.